Bildung soll auf Digitale Transformation vorbereiten – aber wie bereitet sich die Bildung vor? Hier die Antwort.

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Die Ausgangslage

„Bildung ist die einzige Ressource der Schweiz.“ So tönt ein beliebter Einstieg in Referate zur Frage der ökonomischen Zukunft. Reflexartig wird darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung nur „über ganz viel Aus- und Weiterbildung zu bewältigen“ sei.

Was konsequent ausgeblendet bleibt: Agilität und VUCA,  Digitales Plattform-Design und die Architektur der dezentralen Netzwerke, werden auch Aus- und Weiterbildung im Kern neu bestimmen. Anstatt die Tragweite dieser Herausforderungen anzugehen, beschränken sich die Träger institutioneller Aus- und Weiterbildung jedoch auf genau zwei Aspekte Digitaler Transformation:

  1. Integration digitaler Technik in Lehr-Lern-Settings, die ansonsten im Mindset traditioneller Wissensvermittlung verharren, sprich: Digitalisierung in der Bildung statt Digitaler Transformation der Bildung durch neue Formate, Designs und Settings.
  2. Aufnahme von Themen rund um „Digitalisierung“ ins Curriculum – sprich: Erweiterung der Angebotspalette.

Der ganzen Rest fällt unter den Tisch. Das Bildungssystem ist noch nicht bei der Frage angekommen, welchen Impact die Digitale Transformation auf die Organisation, auf die Struktur, die Prozesse und auf das Design von Bildung & Lernen hat. Es stellt sich diese und etliche weitere Fragen gar nicht – dabei gibt es davon mehr als eine Hand voll:

Fokusfragen

Währenddessen etabliert sich die digitale Konkurrenz im Schweizer Markt mit Angeboten sowohl für die Privatwirtschaft als auch für berufliche und private Weiterbildung.

  • Anbieter wie udacity, udemy, edx und coursera sind zunehmend Kooperationspartner in Fragen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung.
  • Digital transformierte Formen des Corporate Learning, des Learning Development und Recruiting lösen traditionelle Konzepte nach und nach ab.
  • Die Zahl der Menschen, die ihre Weiterbildung eigeninitiiert im Netz organisieren, nimmt stetig zu. Sie fangen damit immer früher in ihrem Leben an.

 

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Die Hochschullandschaft hat noch nicht verstanden, dass sie gerade einen riesigen Trend verschläft: Die Gründer des Start Up „Polarstern Education“ im Interview.

 

Die Fragestellung

Wie muss auf dem Hintergrund dieser fundamentalen Veränderungen institutionelle Bildung agieren? Wie muss sie designt, konstruiert, entwickelt, konzipiert werden, um ihre veränderten gesellschaftlichen Funktionen im Kontext der Digitalen Transformation zu definieren und zu erfüllen? Welche Architektur muss sie selbst vorweisen?

Die Lösung

Ich bin davon überzeugt, dass jetzt vor allem intensive kollaborative Lösungen gebraucht werden, um das Schweizer Bildungssystem für die Digitale Transformation fit zu machen. Wir finden die Lösung nur durch eine intensive, gemeinsame und vernetzte Herangehensweise. Dabei geht es nicht primär um technologische Themen, sondern um die Entwicklung einer entsprechenden Lern- und Bildungskultur.

Wir schaffen dezentrale Plattformen, auf denen sich interessierte Player der Schweizer Bildungslandschaft (Sekundarschule, Mittel- und Hochschulen, Universitäten, Berufliche Weiterbildung) zusammenfinden, um gemeinsam Bildung im Kontext der Digitalen Transformation zu transformieren: bottom-up.

So brechen wir traditionelle Silo-Strukturen auf und entwickeln gemeinsam strategische Antworten auf die Herausforderungen, vor die uns die digitale Konkurrenz stellt: Durch ein dezentrales Netzwerk, das von engagierten Menschen und Institutionen getragen wird.

Diese selbstorganisierten Plattformen wirken Community bildend. Sie ermöglichen über konsequente Vernetzung den Austausch und machen „good practice“ sichtbar & skalierbar. Sie sind (digitale wie analoge) Hotspots für Bildungsinstitutionen, die sich auf den Weg nach Digitalien machen. Sog. „Hidden Champions“ bringen das Thema „Bildung und Digitale Transformation“ nach vorne.

Das alles beginnt mit einem Kernteam jenseits von Politik und Ökonomie, das eine Road-Map entwirft und loslegt. So ein Team lanciert gezielte digitale und analoge Veranstaltungsformate (Barcamps, Hackathons, Online-Sessions, Lern-Festivals, Communities of Practice), die Wissen, Knowhow und Kompetenz vernetzen, Sichtbarkeit herstellen und Commitment ermöglichen.

Soweit das Warum, das Was und das Wie. Kostenlos.

Wenn sie jetzt Lust haben, das anzupacken und Ressourcen zu investieren, geben sie bitte Bescheid:

christoph.schmitt@bildungsdesign.ch

Veröffentlicht von

Christoph Schmitt

Culture & Mindset Worker, Blogger, Ressourcenklempner, Coach, Weiterdenker, LinkedIn Top Voice. Ich unterstütze kleine & große Unternehmen beim "Digital Turn". Spezialisiert auf die Themen Mindset & Kultur. Systemisch & lösungsfokussiert. -> enabling people & organizations to bring digital & analog learning together

Ein Gedanke zu “Bildung soll auf Digitale Transformation vorbereiten – aber wie bereitet sich die Bildung vor? Hier die Antwort.”

  1. Der oben beschriebene Ansatz klingt zwar vielversprechend, wichtige Kernthemen der Zukunft werden aber nicht berücksichtigt. Dabei dürften Blockchain und Internet of Things die digitale Bildung in den nächsten Jahren bis zur Unkenntlichkeit (aus heutiger Perspektive) revolutionieren! Die Forschung zur digitalen Disruption müssten sich stärker in diese Richtung entwickeln, um das Fortschreiten des Forschritts weiter zu beschleunigen.

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