Neue Epidemien für das Land

 

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Wenn etwas übers Volk kommt und nicht nur über einzelne, dann spricht man von einer Epidemie. „επι δημω“, sagte der alte Grieche, wenn es nicht nur über ihn kam, sondern über alle. Wir kennen das: Wenn es uns einfach überkommt. Schicksalhaft. Ohne die Chance des Abwehrens, ohne Gegenmittel. 

Epidemien haben es so an sich: Sie dezimieren, rotten aus. Schleichend verbreitet sich ein Etwas, das ausknipst, wo es hinkommt. Das Fatale daran: Das Virus tötet die, durch die es kommt, also sich am Leben erhält. Erst wenn es nichts mehr zum Heimsuchen findet, hat das Ausknipsen ein Ende. Ein Virus löscht sich irgendwann selber aus. Aber erst zum Schluss. Nicht ausgerottet aber wirkungsvoll aufgehalten werden kann es durch Resistenz. Sei es, dass die Natur ihm ein Schnippchen schlägt, sei es, dass der Mensch ein Gegenmittel findet, das resistent macht. Und zwar das Volk.

Nun gibt es zu Beginn des dritten Jahrtausends in Europa keine Epidemien mehr. Dem Wortsinn nach. Seuchen gibt es noch. Aber die lassen das Vieh sterben, nicht das Volk. In Europa.

Der Mensch hat gelernt. Er hat Gegenmittel erfunden. Nicht nur solche, mit denen er das Volk impft. Ausgerottet wurden die großen Epidemien vor allem durch kulturelle Leistungen: Etwa durch Aufklärung, bessere Hygiene, allgemein: Durch eine Rundumverbesserung der Lebensqualität. Verhindert werden Epidemien durch Lebensbedingungen, die sie verhindern.

Eine Epidemie aus Deutschland – und wie man sie loszuwerden gedachte

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Europa von einer Epidemie heimgesucht, die von deutschem Volk und Boden ausging: Nationalsozialismus und Antisemitismus. Hierbei handelt es sich zwar nicht um Krankheiten, von denen man Fieber und Ausschlag bekommt, aber sie sind tödlich. Auch sind sie keine genuin deutschen Phänomene, aber hierzulande wurden sie epidemisch in jeder Hinsicht: Grassierend, flächendeckend, ausrottend.

Wirklich besiegt ist diese Art von Faschismus auch heute nicht. Das Virus lebt. Aber damit es nicht mehr epidemisch werden kann, hat man sich einiges einfallen lassen: Das Gegenmittel, das seinerzeit aus den USA importiert wurde, lautet politische und wirtschaftliche Integration nach außen und Föderalismus nach innen: Teilung von allem, was sich teilen lässt. In summa: Die Integration des Volkes in eine Kultur der Freiheit. Ein kulturelles Impfprogramm für die Nachkriegsgenerationen. „Damit das nie wieder passieren kann“. Eigentlich keine wirkliche Basis für die Entwicklung einer neuen Identität. Aber vielleicht sollte ja genau das verhindert werden.

Die Formel dieses Impfstoffes ist denkbar einfach: Man schaffe möglichst optimale Bedingungen für die wirtschaftliche Entfaltung und lasse alle in irgendeiner Form an den Früchten teilhaben. Wie das konkret zu geschehen hat, darin unterscheiden sich die Wirtschaftstheorien erheblich. Das Ziel aber verbindet sie: Wohlstand für alle um den sprichwörtlichen Nährboden für Epidemien trocken zu legen. Doch die braunen Sümpfe existieren weiter und zwar besonders dort, wo der Motor der amerikanischen Idee stottert bzw. gar nicht erst anspringt: Der Wohlstand. Und eben nicht nur der wirtschaftliche. Neonazis leiden keinen Hunger und haben alle ein Handy. Und so zynisch das ist: Sie haben sogar Vorbilder, die für sie motivierender sind als diejenigen, die das Global Network bereithält – oder übriglässt.

Was für ein Wohlstand, welche Art von Lebensqualität ging der Nachkriegsära also durchs Netz? Oder leiden wir ganz einfach unter dem vor allem in konservativen Kreisen beschworenen Werteverfall, den es mit allen Mitteln aufzuhalten gilt? Was vor allem den konservativen Kreisen, die es ja nicht erst seit letztem Jahr gibt, einfach nicht gelingen will.

Das Volk: Entschieden versorgt

Wo wir doch wirklich mit allem versorgt sind, was man sich gewünscht hat und denken kann. Mit einer stabilen Demokratie, einer ordentlichen (was nicht dasselbe ist wie erfolgreichen) Wirtschaft und einem stattlichen Bildungswesen. Woran mangelt es? An Respekt, Religion, Rechtschaffenheit? Oder breitet sich gar hinterrücks eine neue Epidemie aus?

Oder mangelt es in Wirklichkeit gar nicht? Die Versorgung ist doch perfekt. Nicht die Versorgung mit diesem oder jenem. Vielmehr ist das das Leben: Versorgen, besorgen, entsorgen.

Das vom Kriegs- und Nazivirus geschwächte Volk, das nach Kriegsende nicht mehr in der Lage war, auf die Beine zu kommen und deshalb sorgfältig hochgepeppelt wurde, hat zwar gelernt, auf diesen Beinen zu stehen. Das gehört zum Programm: Laufen lernen ja, aber wie und wohin, das sollten andere entscheiden. Und so hat man uns eingebunden in eine Art anglo-amerikanische Idee von Kultur und Gesellschaft, die die Pfade des Global Networks auch in die entlegensten Weltregionen festgetrampelt hat.

Zu entscheiden gibt’s da nichts mehr, nur noch zu wählen: Politiker, Telefonanbieter, Kondomfarben. Ich bin der Anwender. Ich bin versorgt bis ins Unwesentliche. Ich bin Teil einer kultivierten Anwendergeneration und die Kids kennen es nicht mehr anders.

Wer das Leben der Gegenwart bestehen will, muss anwenden können. Er muss die Benutzeroberfläche verstehen und bedienen können. Mehr nicht. Die Betriebsanleitung checken und ein- und ausschalten, an der richtigen Stelle ankreuzen oder unterschreiben. Den Rest erledigt ein ausgeklügeltes, anwenderfreundliches System. Nicht wie etwas funktioniert gilt es zu verstehen, sondern wie man es richtig anwendet. Und wenn es dann einmal nicht mehr funktioniert, konsultiere ich den Support, zu Deutsch: Anlaufstellen, von denen es für jede Lebenslage eine gibt: Technische Hotlines, Therapeuten, Berater und jede Menge Bücher der Kategorie Lebenshilfemafia.

Man muss es sich zuerst klarmachen: Wir sind aufgewachsen mit der Freiheit zu wählen, was man will und was nicht – nicht in der Freiheit zu wollen oder nicht. Wir haben gelernt, zwischen Alternativen zu wählen, nicht Alternativen zu schaffen. Wenn etwas nicht funktioniert, wird es ausgetauscht. Sei es der PC, der Manager, der Politiker, die Partnerin, die Bank. Die einzig erwähnenswerte politische Alternative, die zu meiner Zeit geschaffen wurde, war wohl die Partei der Grünen. Aber auch die kann man jetzt nur noch wählen – oder nicht. Das hat was Epidemisches. Es hat uns überkommen. In einem langen, gründlichen Prozess und jenseits körperlichen Siechtums oder Mangels.

Und mittendrin geht Herbert Grönemeyers kuschelig-anarchischer Wunsch „Kinder an die Macht“ in Erfüllung. Nicht nur die deutsche Wirtschaft steht vor einem entscheidenden Generationenwechsel. Dasselbe gilt für die deutsche Politik und die ewig pubertierende deutsche Bildung. Oben noch immer die Alten: Eine Generation von Politikern, Lehrenden, Forschenden, Wirtschaftenden und Erziehenden, die den Aufschwung zu wählen hatte. Sie sollen das Szepter an eine Generation abgeben, die das Entscheiden nicht wirklich gelernt hat. Denn das Entscheiden selbst ist delegiert.

Ich delegiere, also bin ich

Heimlich und klamm hat sich das Volk zu einer Delegationsgesellschaft gemausert. Und ganz aktuell delegiert der Nachkriegsapparat in einem gewaltigen Akt des Nicht-Loslassen-Könnens das Projekt Zukunft an die Nachkommen, die mit dieser Aufgabe maßlos überfordert sind, weil sie das Entscheiden nicht lernen konnten: Die wirtschaftliche Junior-Elite ebenso wenig wie die politische Garde der Merkels. Die Armada der gebeutelten Lehrerschaft ebenso wenig wie die sogenannte Keimzelle der Gesellschaft: Die Familien und ihre Väter und Mütter.

Wir erfahren eine ungebrochen hohe Sehnsucht nach Familie. Auch ihr Wert als politischer Stimmenfänger ist unerschüttert. Gleichzeitig lässt die Familienrealität solche Seifenblasen täglich platzen. Eine ganze Verkittungsindustrie ist mittlerweile gewachsen, die Familien und andere Partnerschaften zusammenhält, kaum dass sie gegründet sind: Für jede Dysfunktion gibt es eine passende Anlaufstelle, und auch das einstmals als familiäre Kernaufgabe deklarierte Phänomen der Erziehung, von dem keiner so genau weiß, was es ist oder soll, kann nahezu vollständig an Außenstellen delegiert werden. Der Rest ist Anwendung.

Politiker delegieren eine ihrer wichtigsten Existenzberechtigungen, die Meinungsbildung, an die Medien. Die Bildung delegiert ihre Unfähigkeit zu bilden wiederum an die Politik, an die Familie und an die Wirtschaft. Und letztere delegiert ihre unternehmerischen Kernkompetenzen an die Zunft der Unternehmensberater.

Und wenn es immer noch nicht funktionieren will, dann wird ausgetauscht. Man wechselt den Berater, die Partnerin, die Schule, den Schüler, den Geschäftsführer, die Strategie. Bis zum nächsten Mal.

Eine neue Epidemie ist ausgebrochen: Weil ich nicht entscheiden kann, delegiere ich. Das Schöne daran ist: Ich bin dann auch nicht dafür verantwortlich, wenn es nicht funktioniert. Ich habe ja nicht entschieden, genauer: Ich kann das ja gar nicht. Und wenn ich auf diese Weise gar keine Verantwortung habe, dann kann mir anschließend niemand den Vorwurf machen, ich hätte mich vor ihr gedrückt. Deshalb werden Unsummen in diejenigen investiert, die einem das verkaufen, was man selber nicht zuwege bringt: Entscheidungen.

Das Los der Berater

Hat man heute womöglich keine Zeit mehr, wichtige Entscheidungen selber vorzubereiten? Ich vermute eher: Man drückt sich. Denn auch zum Entscheiden muss man sich sinnigerweise erst mal durchringen. Ich müsste mich dafür entscheiden. Mich mit der Anatomie von Entscheidungen und deren Qualität auseinandersetzen. Das wird delegiert. Und zwar an den, der ganz entschieden den besten Eindruck macht. Dass es hierzu mittlerweile eine Industrie gibt, die nichts als den guten Eindruck produziert und vertreibt, das wahrzunehmen steht an. Ich vermute: Das ganze Beraterpack, wie die versammelten Zünfte der Therapeuten, Consultants und „Anlaufstellen“ hinter verschlossenen Türen betitelt werden, kann und konnte sich nur deshalb so rasant fortpflanzen, weil diese ungeheure Nachfrage da ist. Nach Entscheidungen, die niemand so recht treffen will.

Nehmen wir das fast schon antike Swissair-Desaster: Nicht sehen können oder wollen, dass zentrale unternehmerische Urteile, also Entscheidungen, Beratern überlassen werden. Und nur hinter vorgehaltener Hand kriegt man zu hören: Kuck an, da hat einer die Swissair zu Tode beraten. „Man“ redet so, nicht nur in diesem einen Fall und bei dieser von der Politik aufgefangenen und auf Volkes Rücken hinausgezögerten Pleite. Nicht wenige Firmen stehen nach einer Beratung viel schlechter da als vorher. Das ist bekannt, man kann es überall hören und sehen. Trotzdem ist das Vertrauen in Beratung ungebrochen hoch. Ist es das?

Ich glaube nicht. Es hat nichts mit Vertrauen zu tun, sondern damit, wie gut ein Berater das Misstrauen gegenüber seiner Zunft durch gutes Marketing ausblenden kann.

Nicht was da verkauft wird, ist entscheidend, sondern wie. Und den Zuschlag erhält derjenige, der einem auch diese Entscheidung abnehmen kann. Der ganze Rest ist Anwendung. Sag mir nur, was ich tun muss, damit mein Betrieb wieder anständig läuft, mehr will ich gar nicht. Ob diese seltsame Strategie überhaupt aufgehen kann, fragt man sich aber erst dann, wenn sie es nicht getan hat – ohne dass man dadurch wirklich klüger, will heißen: entschiedener geworden wäre.

Aber – auch wenn es manchmal so aussieht – nicht die Berater sind schuld, wenn eine Institution sukzessive absäuft. Man kann bestimmte Kompetenzen einfach nicht an Berater delegieren. Vor allem nicht diejenigen, durch die man sich als Unternehmer auszeichnet. Oder als Politiker, Partner, Pädagoge. Mit anderen Worten: Wer sich auf hoher See einen Berater an Bord holt um das Loch im Rumpf reparieren zu lassen, sollte nicht den Berater verklagen, wenn das Schiff untergeht. Der hat nur seine Arbeit getan. Und spätestens seit James Camerons Monumentalstreifen wissen wir: Die Titanic ist wegen maßloser Selbstüberschätzung untergegangen und erst dann wegen eines Loches im Rumpf.

Aber selbst hier wäre eine Moralisierung fehl am Platz. Denn dahinter steckt ein Virus, gegen das noch kein Impfstoff gefunden wurde. Deswegen kommt es auch epidemisch daher. Die wenigsten Unternehmen, Menschen und überhaupt: die wenigsten Projekte scheitern an Inkompetenz. sondern an einem Virus, das durchs ganze Volk geht. Seine Hauptsymptome wurden schon beschrieben: Delegationswut, Entscheidungsangst und Anwendungswahn.

Das ideale Virus

Hinter diesen Symptomen steckt ein Virus, das so alt ist wie die Menschheit. Ein Virus, das den Organismus, den es überkommt, auffrisst, das den Verstand ausschaltet und sich auf diese Weise fortpflanzt. Ganze Unternehmen, überhaupt Partnerschaften jeder Art, und damit eben auch Menschen, scheitern an ihm. An dem Virus des „Idealen“, das alle Katastrophen und Demokratisierungsprojekte des vergangenen Jahrhunderts überlebt hat. Was hat es mit diesem Virus auf sich?

Meine Behauptung lautet: Ideale sind Zustände, die man nie erreicht, aber dennoch beharrlich anstrebt. Vollbeschäftigung, endloses Wachstum, mit anderen Worten und in jeder Hinsicht: Perfektion.

Ich kenne eine Menge Projekte und Partnerschaften, die an nichts als an diesen Idealen gescheitert sind oder besser: An der Illusion, man könne sie erreichen. Aber bisher ist noch niemand auf die Idee gekommen, dass nicht die Ideale an den Menschen scheitern sondern – wie bei Viren üblich – Menschen an Idealen. Diese Einsicht käme jedoch der Entdeckung eines Gegenmittels gleich:

Je höher Ideale gesteckt sind, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ich an ihnen scheitere. Und wenn nicht ich, dann doch diejenigen, die meinen Idealen nicht gerecht werden können. Hier liegt ein ganz wesentlicher Grund dafür, warum Karrierestraßen so oft von verbrauchten LebensgefährtInnen, „auffälligen Kindern“, Burn-out-Symptomen und Konkursen gesäumt sind. Epidemisch formuliert: Hier liegt der Grund, warum ein politisches und gesellschaftliches System wie das unsrige fast zwangsläufig Querschläger hervorbringen muss, zu schweigen von den Nebenwirkungen des globalen Fusionierungswahns.

Ideale, die „humanen“ inklusive, werden immer nur auf Kosten real existierender Menschen angestrebt – verwirklicht werden sie hingegen nie. Und gerade eines dieser Ideale, das wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anwendergeneration hängt, lautet: Du sollst nicht scheitern. Das steigert die Abhängigkeit von den genannten Entscheidungshelfern ganz erheblich. Mit der Angst vor dem Scheitern lässt sich einfach das meiste Geld verdienen.

Oder kann man einfach nur die falschen Ideale haben oder die richtigen falsch angehen? Hatte der Chef der ehemaligen Swissair einfach nicht die richtigen Ideale, als er seiner Firma eine Überdosis Wachstumspillen verabreicht hat – oder hat er auf die falschen Berater gehört, die ihm diese Pillen verschrieben haben?

Ich vermute, es geht hier nicht um die Frage nach richtigen oder falschen Idealen, sondern darum, wie man mit ihnen umgeht. Ideale sind schön und gut. Mehr nicht. Sie sind wie schillernde Marketingstrategien, die auch selten das einlösen, was sie an die Wand beamen. Es geht diesen Strategien ja letzten Endes darum, etwas zu verkaufen, und das bedeutet: Mich von etwas zu überzeugen. Mit anderen Worten: Mir die Entscheidung abzunehmen während man mir geschickt suggeriert, ich würde gerade eine treffen.

Das kostenlose Gegenmittel

Ich vermute weiter: Je größer das Ideal, das über meinem Kopf hängt, und an dem andere und ich mich selber glauben messen zu müssen, desto geringer die Chance, dass ich wirklich Entscheidungen treffe. Denn ich könnte ja falsch entscheiden. Erst wer gegen Ideale gefeit ist, kommt in die Lage, entscheiden zu lernen. Dass auch dies unter Druck geschieht, versteht sich von selbst. Echte Entscheidungen gewähren nun mal kein Ausweichen. Aber es ist ein Unterschied, ob man den Mut hat, einer von sich aus drängenden Entscheidung ins Auge zu sehen oder ob man ihr ausweicht, weil man ja auch falsch entscheiden könnte. Und sie deshalb delegiert.

Sich von Idealen unter Druck setzen zu lassen, bringt nichts. Obgleich es funktioniert. Es ist völlig unproduktiv, Menschen oder Unternehmen an Idealen zu messen. Was Sinn macht, ist der umgekehrte Weg: Ideale an Menschen zu messen, an wirklichen Menschen in einer „wirklichen Welt“. An vorhandenen Fähigkeiten, Bedürfnissen und realisierbaren Zielen.

Es gibt keine idealen Menschen, und schon gar nicht gibt es ideale Unternehmen oder Schulen oder Kreuzfahrtschiffe. Es wird sie nie geben. Egal was uns die Berater und Visionsheinis erzählen. Egal, was als nächstes Ideal in den Marketinglaboratorien herangezüchtet wird. Selbst das, wogegen sich vor allem die Kirchen und geistverwandte Parteien momentan wehren: Das Szenario eines künstlich produzierten „Idealmenschen“, auch das ist nur eine Variante dessen, was das Christentum selbst Jahrhunderte lang mit aller Macht propagiert hat: Das Streben nach dem idealen Christenmenschen, der unserer Natur mindestens so widerspricht wie der perfekte Klon.

Ein Virus kann man nicht ausrotten. Aber man kann es bekämpfen, indem man seine Ausbreitung verhindert. Oder mit einem Vorschlag aus der Aufklärungsecke: Indem man sich schützt. Die Sache selber in die Hand nehmen und alles tun, um entscheidungsfähig zu werden. Nicht idealer Weise, sondern aus purer Lust. Am Entscheiden.

Wie die Kompetenz des Entscheidens gelernt werden kann – darum geht’s übrigens in diesem Buch hier:

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Autor: Christoph Schmitt

collaboration coach & learning engineer. swiss based, exploring the planet(s) for better education, in love with creative knowledge working www.bildungsdesign.ch -> enabling people & organizations to bring digital & analog learning together -> building the bridges between fields & professions of education -> to help teachers teach & learners learn

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