Warum wir die großen Entscheidungen nicht treffen

Auf den ersten Blick scheint es einen hohen Entscheidungsdruck zu geben angesichts

  • der sich zuspitzenden Klimakrise
  • des zunehmende Rechtsradikalismus
  • der Verrohung der Kommunikation in den Sozialen Medien
  • des aufblühenden Nationalismus
  • der Konzept- und Visionslosigkeit der Politik
  • des Kontrollverlusts über Daten, Wissen und Privatleben
  • der zunehmend totalitären Überwachung
  • des sukzessiven Verschwindens menschlicher Arbeit
  • des sturen Beharrens eines sklerotischen Bildungssystems

Manche vermuten, dass wir einen regelrechten Entscheidungsstau haben. Doch dem ist nicht so. Im Gegenteil. Wir sind noch gar nicht an dem Punkt angekommen, wo wir uns im privaten, öffentlichen und ökonomischen Sektor dafür entschieden hätten, dass wir bestimmte Entscheidungen zu treffen haben. Wir stecken nicht im Stau. Wir sind noch nicht einmal losgefahren.

Bild von Pexels auf Pixabay

Wir erfassen diesen Supergau nicht als genuine Entscheidungs-Situation, weil wir uns nicht dafür entscheiden, ihn als solche zu erkennen. Deshalb halten wir es gar nicht für nötig uns zu entscheiden.

Darum treffen wir keine.

Wenn du dich tatsächlich entscheiden willst, dann musst du dich, so scary das klingen mag, zuerst einmal dafür entscheiden dich zu entscheiden. Du musst zuerst aus der Situation, in der du steckst, eine Entscheidungssituation machen. Das gilt für all jene Fälle, in denen (Achtung Metapher!) dir nicht jemand eine Knarre an den Kopf hält und abzudrücken droht, wenn du dich nicht sofort entscheidest. Es gilt also in praktisch allen Fällen.

Die Entscheidung für eine Entscheidung kommt immer zuerst. Und sie kommt von dir. Da geht es noch gar nicht um die Optionen, die du draußen in der Welt vorfindest. Ob hier und jetzt eine Entscheidung zu treffen ist, entscheiden nicht die Umstände. Das entscheidest du. Ob etwas eine Option ist, entscheidet sich erst im Horizont einer Entscheidung, für die du dich entschieden hast.

Krasses Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn jemand die Angehörigen einer anderen Religion oder Nationalität als „niedere Tiere“ betrachtet, dann kommt er (seltener sie) gar nicht in die Situation, in der er entscheiden müsste, ob er sie wie Menschen behandeln soll oder nicht, weil es für ihn (seltener sie) da gar nichts zu entscheiden gibt.

Wir können auch anders. Wenn wir uns dafür entscheiden.

Und was hat das alles mit Ethik zu tun?

Manchmal taucht eher zart die Frage auf, was der digitale Overkill in Bildung und Ökonomie mit Ethik zu tun hat, oder unser fatales Konsumverhalten und all die anderen Buzzwords, die unser schlechtes Gewissen triggern. Kann Ethik da helfen? Und wenn ja wie?

Ich bin von Haus aus Ethiker. Mich interessiert schon immer, was ein gutes Leben ist und wie ich es verwirklichen kann. Wie wir das können als Angehörige einer Gemeinschaft, für die wir Verantwortung tragen. Was ist wann ein gutes Leben? Wodurch? Für wen? Und wer entscheidet das?

Wenn ich annehme, dass es das gute Leben tatsächlich gibt, dann nehme ich damit auch an, dass es das für mehr als einen Menschen gleichzeitig gibt. Ich merke recht schnell, dass sich unsere Vorstellungen von einem guten Leben ein wenig bis ganz voneinander unterscheiden (können). Bereits innerhalb derselben Familie, Wohngemeinschaft, oder am selben Bahnsteig gegenüber.

Das gute Leben

Tun wir also gut daran, die Frage nach dem guten Leben der Beliebigkeit zu überlassen? Ist diese Frage womöglich gar nicht zu entscheiden? Oder helfen womöglich Regeln weiter?

Von Geboten, Normen und Regeln haben wie ja mittlerweile mehr als genug. Ihre Wirksamkeit wird angesichts des „digitalen Kontrollverlusts“ sogar in Frage gestellt. Wer sie einhält oder nicht, das entzieht sich immer mehr der Überprüfbarkeit. Und heute gelten womöglich andere Regeln als morgen: „It’s VUCA time, folks!“ Das Misstrauen in Regulierung ist so groß wie der Ruf nach ihr. Die einen wollen immer mehr davon, damit das Leben besser wird, andere fordern deren Abbau mit demselben Ziel. Also doch „jeder seines Glückes Schmied“?

Ich vermute, dass wir tatsächlich keine Einigkeit (mehr) darüber hinkriegen, was ein gutes Leben ist. Trotzdem sollten wir uns zusammensetzen und die Frage gemeinsam erörtern. Wieso? Weil wir dann, wenn uns so ein Gespräch wirklich gelingt, etwas vom „guten Leben“ praktizieren. Menschen, die einander wohlgesonnen zuhören, die sich und ihren Vorstellungen von einem guten Leben gegenseitig Raum geben und Respekt zeigen, verwirklichen es damit bereits. Wie komme ich darauf?

Wenn wir auf eine bestimmte Weise unsere Vorstellungen vom guten Leben teilen, dann fangen wir damit an, unseren Lebensraum anders zu teilen als bisher. Wenn wir ein Gespräch darüber führen, wie für möglichst viele ein gutes Leben in ihrem Sinn möglich wird, dann machen wir uns den Lebensraum nicht gegenseitig streitig und kämpfen nicht um die besten Plätze. Wir nutzen diesen Raum dann um zu klären, wie wir ihn am besten gestalten – so, dass er für alle „reicht“ und lebenswert ist.

Womöglich steht das gute Leben dann nicht mehr als große Idee am Anfang seiner Verwirklichung. Womöglich ist es auch nicht das Ergebnis eines langwierigen Prozesses. Womöglich entsteht es durch eine bestimmte Art und Weise, wie wir miteinander umgehen und sprechen. Schwer genug.

Doch wir stechen uns dann nicht mehr länger gegenseitig aus mit konkurrierenden Vorstellungen vom guten Leben. Wir praktizieren es, indem wir ein Gespräch darüber am Laufen halten. Damit das funktioniert, richten wir unser Gespräch nach einer Maxime aus, die als „Goldene Regel“ bekannt ist. Mit dem kleinen Unterschied dass wir sie nicht als Erwartung an andere formulieren, sondern an uns selbst – ganz im Sinne einer Selbstverpflichtung.

Ich behandle andere so, wie ich von ihnen behandelt werden will.

Beziehungsweise: Was ich mir um Umgang anderer mit mir verbitte, versage ich mir selber im Umgang mit ihnen.

Das klappt doch nie in dieser Ego-Welt!

Das klappt nie, oder? Keine Ahnung. Wissen werden wir das erst am Ende dieses Gesprächs. Nicht an seinem Anfang und schon gar nicht, bevor wir es begonnen haben. Ob es funktioniert, erfahren wir nur, indem wir es ausprobieren. Indem wir einmal mehr nicht abbrechen als wir gerne abbrechen würden.

Wir müssen ja niemanden dazu verpflichten. Einladen geht auch. Und bei Einladungen entscheiden meistens drei Faktoren darüber, ob wir sie annehmen. Erstens, wer auch noch da ist. Also machen wir die Liste so attraktiv wie möglich. Zweitens, wie einladend das Ganze ist. Also „Menschlichkeit statt Moral“. Drittens, was es zu essen gibt. Also decken wir einen Tisch!

Beginnen würde ich das Gespräch über ein gutes Leben mit einer Selbstaussage: Wir erzählen einander, was wir uns unter einem guten Leben vorstellen und was wir schon alles unternommen haben, um ihm ein Stück näher zu kommen. Ich garantiere euch: Die Geschichten, die dann erzählt werden, hauen uns vom Hocker! Und wir hören sie uns an. Aufmerksam, empathisch, ganz Ohr.

Photo by Magda Ehlers from Pexels

Welchen Sinn ergibt das?

Wir helfen uns gegenseitig in einem solchen Gespräch dabei, die eigenen Vorstellungen vom guten Leben zu schärfen, zu vertiefen und immer besser zu verstehen. Unaufdringlich und ohne zu urteilen. Wir helfen anderen, bei sich selbst anzukommen. Das ist eine Idee, die auch den Philosophen Emmanuel Lévinas umgetrieben hat.

Pellouchon/Lévinas (Die ZEIT/wikipedia)

Corinne Pellouchon, auch Philosophin, denkt mit Lévinas „über die ethische Notwendigkeit nach, die Andersartigkeit neu zu entdecken und wertzuschätzen. Ich meine wie er, dass die Erfahrung der eigenen Verwundbarkeit für die Wertschätzung des anderen bestimmend ist: Sie ist die einzige Gelegenheit, die wir haben, das Leiden anderer zu verstehen und uns für sie verantwortlich zu wissen.“ (Quelle)

Das klingt womöglich wuchtiger, als es ist. Ich sehe es einfach als einen Dialog der neuen Art. Einer, den womöglich immer mehr Menschen gerne führen, weil sie durch andere Anwesende erfahren, dass es um sie geht und um ihre Sehnsucht nach einem guten Leben. Eingeladen zu diesem Gespräch sind alle. Denn wir sollten möglichst viele Dimensionen eines gutes Lebens hörbar machen, aus möglichst vielen Perspektiven und Disziplinen.

Die Digitalisierung kann dabei aus technologischer Sicht eine große Hilfe sein. Sie ermöglicht uns, räumliche und zeitliche Distanz auszuschalten: über innere und äußere Kontinente und über Zeitzonen hinweg ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben.

Und wie lernen wir das?

Zuerst: Unsere eigene Idee und Vorstellung eines guten Lebens zu artikulieren, ist uns Menschen in die Wiege gelegt, denn nichts anderes ist die Triebfeder unseres Lebens. Das gute Leben ist über alle Ebenen unseres Daseins hinweg unsere große Sehnsucht: Kunst und Konsum sind ebenso Ausdruck dieser Sehnsucht wie Wissenschaft und Forschung.

Warum diese Vorbemerkung? Weil wir immer dann, wenn wir vom Lernen sprechen, davon ausgehen, dass wir am Ende des Lernens etwas können, das wir vorher noch nicht konnten. Ich gehe jedoch davon aus, dass es ein paar Sachen gibt, die wir als Menschen ganz grundsätzlich können, die wir jedoch gerade in bestimmten Lernumgebungen wieder verlernen. Das Zuhören zum Beispiel. Niemand hört intensiver hin und zu als Kinder. Niemand sieht genauer hin, untersucht hartnäckiger, geht den Dingen ernsthafter auf den Grund als Kinder. Das verlernen sie jedoch in Lernumgebungen, die das verkümmern lassen bzw. die es instrumentalisieren.

Was ich sagen will: Alles was ein Mensch braucht, um seine Frage nach dem guten Leben immer reichhaltiger und bunter zu beantworten, sind andere Menschen, die sich für diese Antworten interessieren. Dafür, was für dieses Kind, für jenen Jugendlichen, für welches konkrete Gegenüber auch immer, mit dem ich in einen Dialog verwickelt bin, ein gutes Leben ist. Dies immer angemessener zu artikulieren und zu verwirklichen, setzt das offene und interessierte Ohr voraus. Fertig.

Selbstverständlich sind in diesem Gespräch auch Fragen erlaubt. Nichts lädt mich mehr ein, über mein Innerstes zu erzählen, als eine Frage, die signalisiert: Ich bin an deiner Geschichte interessiert.

Jede Zuwendung, die als Bekehrung verstanden werden könnte, ist Misshandlung.

Martin Walser

Nicht schlecht wäre also eine Art von Bildungsethik, die ihre Wurzel in der Frage nach dem guten Leben hat und von hier aus fragt, was dann gute Bildung ist – und zwar indem sie das schützt und ermöglicht, was in jedem Menschen nicht nur der Möglichkeit nach angelegt ist, sondern sich vom ersten Atemzug an verwirklicht: Die Frage nach dem guten Leben.

HolgersFotografie auf pixabay

In Zeiten der digitalen Totaltransparenz fällt es womöglich schwer, eine Aufmerksamkeit, die sich ganz auf mich ausrichtet, als etwas Positives zu erleben. Zu stark ist der Reflex geworden, sich gegen Aufmerksamkeitsübergriffe zu schützen – und oft ist dieser Reflex wichtig. Zu wuchtig wird vielleicht auch die damit einhergehende Einladung erlebt, mich zu öffnen.

Kein Problem. Fangen wir doch deshalb einfach mal damit an, einander zu erzählen, was für uns ein gutes Leben ist.

Noch eben die Welt retten. Eine Ode an den Menschen

Titelbild: Comfreak/pixabay

Die Analysten jubeln. Digitalisierung macht menschliche Arbeit und damit den Menschen nach und nach überflüssig in Prozessen der Wertschöpfung. Dadurch verschwindet nun endlich der immer schon größte Risikofaktor für die Vermehrung von Kapital.

Der Mensch also. Seit der Industriellen Revolution wurde er zunehmend unverzichtbar zur Häufung und Mehrung von Macht und Reichtum. Andererseits ruft er bis heute große Planungsunsicherheit und enorme Kosten hervor. Jetzt wird er ersetzt durch Technologie. In dieser Logik gilt: Je weniger Mensch, umso höher der Ertrag. Das macht die Digitalisierung zu einem noch nie dagewesenen Versprechen für Märkte und Kapital. Was heißt das für uns? Für Otto Normalverbraucher und Karin Mustermann? 

Trick 17: Der Arbeit wieder einen Sinn geben – und sie dann abschaffen

Das jetzt denkbare, systematische Ausmustern des Menschen wird ja von allerhand „kulturellen Maßnahmen“ flankiert. LinkedIn und Twitter laufen über von Forderungen, Impulsen und Initiativen zur Humanisierung der Arbeit, um ihr „wieder einen Sinn zu geben“. Ich vermute: Hier wird breitflächig das Abwickeln weichgespült. 

Womöglich wird auf Führungsetagen großer Unternehmen und in Hinterzimmern regierender Politik gar nicht über die Humanisierung von Arbeit diskutiert, sondern über das Abwickeln des „Humanfaktors“ in der Wertschöpfung – und über das Austarieren unvermeidbarer sozialer Kollateralschäden. Die momentane Situation erinnert mich an Helmut Kohls Diktum von den „blühenden Landschaften“ nach der Wende. Menschen im Osten Deutschlands muss das im Rückblick wie eine Verhöhnung vorkommen. Und wenn wir genau hinsehen, dann entpuppt sich das auf den ersten Blick unverständliche „Aussitzen“ in Politik, Ökonomie und Bildung als schlaue Strategie – im Sinne einer Hochform spätkapitalistischer Vernunft.

Die Vernichtung von Jobs ist jedenfalls gewaltig, und sie betrifft Menschen, deren Tätigkeiten durch Technologie ersetzt werden – also die Mehrheit der Arbeitnehmer‘innen. Die werden vom Bildungssystem nach wie vor so beschult, als ob alles so weitergehen würde wie bisher. Doch in Wirklichkeit werden wir (du, ich, dein Kind) sukzessive überflüssig, denn unser Menschenbild funktioniert so: Dein Wert als Mensch ergibt sich aus deiner Arbeitsfähigkeit und Arbeitsleistung, aus deiner Verwertbarkeit als Arbeitnehmer‘in und damit als Kapitalvermehrer‘in. Sei es in Lohn und Brot, sei es als Mutti. Keine Arbeit – kein Wert als Mensch.

Der Planet braucht uns nicht. Wir brauchen ihn

Sich hier und jetzt mit Zukunftsfragen unserer Existenz zu befassen, mit humanen Lebensbedingungen und mit der Gestaltung menschlicher Gemeinschaft, das ist also keine Frage der Ökonomie. Die ist am Menschen nicht interessiert. Sie ist eine Selbstläuferin.

geraldfriedrich2 / pixabay

Es geht jetzt zuerst um Ethik. Es geht um diese Fragen: Was soll für uns „gutes Leben“ sein? Und wer ist „uns“? Wer und was soll „Mensch“ in Zukunft sein? Wie soll der und die leben, wo und mit wem zusammen? Was bleibt uns übrig: zu tun und zu(m) leben?

Selbst wenn wir über Klima und Planet reden, reden wir ja über uns selbst und über unsere Zukunftschancen als Menschen, denn dieser Planet braucht uns nicht. Wir brauchen ihn.

Das ist womöglich noch immer nicht ganz klar: Wenn wir über Ökologie reden, dann reden wir über unsere Zukunft, nicht über die der Erde. Es geht um uns angesichts des endgültigen Verschwindens von Lebensressourcen, und dabei denke ich nicht nur an Nahrung, Wasser und Luft. 

Uns gehen jetzt gerade die menschlichen Ressourcen aus – ohne nachzuwachsen: Achtung, Wertschätzung, Solidarität, Menschenwürde, Toleranz, Respekt; wie mit Arbeitnehmer’innen umgegangen wird, mit ganzen Generationen von Schüler’innen, mit Arbeitssklaven überall auf der Welt, mit MigrantInnen, wie „wir“ über die Umwege des Internets eine Kultur des Hasses entwickeln und befeuern. Es geht um eine grassierende Gleichgültigkeit, mit der wir nicht erst in Sachen planetarer Zukunftsfähigkeit unterwegs sind, sondern was die Gestaltung menschlicher Beziehungen diesseits und jenseits des Gartenzauns betrifft.

Menschsein neu definieren

Es geht jetzt also ganz konkret um die Frage, wie wir Menschsein neu definieren und ausbuchstabieren. Dabei steht eines fest: So wie wir das bisher machen, kommen wir immer nur bis an den Punkt, von dem wir eigentlich weg wollen.

Quelle: youtube / Truman Show

Warum? Weil wir den Menschen als Problem betrachten. Er ist unser liebstes Defizit. Meistens in Form des Mitmenschen. Er kostet Geld, er führt Kriege, er wird krank, stört den Unterricht, nimmt mir die Vorfahrt und frisst den Planeten kahl. Unsere Coaches haben uns dann klar gemacht, dass nicht der Mitmensch das Problem ist sondern wir selber, und dass wir „bei uns selber anfangen müssen“ – mit der Optimierung. 

Jetzt geht es nochmal um etwas ganz anderes: um die radikale Umkehrung dieser Perspektive: Wir sehen den Menschen nicht mehr länger als Problem, das wir haben, sondern als die einzige Lösung, die wir sind – und gehen entsprechend miteinander um. Solange uns dieser Perspektivenwechsel nicht gelingt, sterben wir aus.