Zwanzigachtzehn: Das Jahr der Chancen

daVinci

Möchtest du dich 2018 weiterbilden? Vielleicht zum ersten Mal selbst? Bist du in letzter Zeit neugierig geworden, was in und hinter dem ganzen Hype um die Digitalisierung stecken könnte? Hast du vielleicht schon gehört, was die Britin Jane Hart über die weltweit beliebtesten und am meisten benutzten Medien zur Weiterbildung geschrieben hat und möchtest das jetzt auch einmal probieren? Weißt aber nicht so recht wie?

Das muss nicht so bleiben.

Wir realisieren im Moment, dass sich um uns herum aus beruflicher Sicht eine Menge verändert. Die einen merken das am zunehmenden Administrationsaufwand in der Firma. Andere realisieren es anhand der Gerüchte über schlechte Zahlen, Stellenabbau, Fusionen. Womöglich nehme ich am Rand wahr, dass es den einen oder anderen Menschen gibt, der sich nebenher was aufbaut. Vielleicht kenne ich eine Kollegin, die mit anderen zusammen übers Internet ein kleines Business gründet. Vielleicht spüre ich aber auch bei mir selbst eine gewisse Unzufriedenheit und Enge mit meiner beruflichen Situation, die noch nicht stark genug ist, um mich zu einer Entscheidung zu bringen.

Und dann überall diese Digitalisierung. Allgegenwärtig. Das Internet: ständig da. Ständig online. Immer verfügbar. Ein enormer Sog geht von ihm aus. Es zieht alles an, was in seine Nähe kommt. Es saugt offenbar alles auf.

Das Internet entwickelt eine unglaubliche Dynamik. Es bietet mittlerweile fast alles an, was ein Mensch brauchen kann (und was nicht), und vor allem: es bietet mir so gut wie alle Möglichkeiten der Welt, mich zu informieren, mich mit interessanten Menschen zu vernetzen, mich mit faszinierenden Leuten auszutauschen, von anderen zu lernen – und andere von mir.

Nimm es selber in die Hand

„Weiterbilden“ bekommt dadurch eine ganz neue Seite: Sie taucht nicht bloß an den gewohnten Orten und in den gewohnten Formen auf. Es gibt sie nicht mehr nur in Katalogen unzählbarer Anbieter fertiger Kurse, in denen alles vorbereitet und vorgespurt ist. Jetzt wird zum ersten Mal denkbar: Ich kann meine Weiterbildung selber in die Hand nehmen, indem ich mich selbst weiterbilde – und nicht über die Akademie soundso, die dafür stattliche Preise verlangt.

Das Internet bietet mir die fast kostenlose Möglichkeit, mich bilden zu lernen. Ich lerne das Lernen völlig neu kennen. Anders als ich es in Schule und Ausbildung erlebt habe. Jetzt lerne ich ganz anders: durch das Eintauchen ins Netz, das Surfen, das Googeln, das Vernetzen, das Anlegen eigener Ordner, in denen ich das sammle, was wichtig für mich ist. Durch einen intensiven Austausch mit anderen NetzbürgerInnen. Ich lerne die digitale Welt für mich und mein Weiterkommen zu nutzen, wie ich früher einmal gelernt habe, mir die schönsten Städte Europas durch die Nutzung des U-Bahn-Netzes zu erschließen. Wer die U-Bahn verstanden hat, versteht die Stadt viel besser.

Es ist alles da! Nur du noch nicht 🙂

Das ist eine schöne Metapher: Ich erschließe mir durch das Internet neue, bisher unbekannte Welten – und zwar nicht nur zum Zweck der Belustigung und Erholung. Nicht nur für Sightseeing und Konsum. Durch das Internet erfahre ich mittlerweile alles, was ich brauche, um mein Leben anders und besser zu gestalten. Ich begegne durch das Internet Menschen, die mit ähnlichen Fragen unterwegs sind wie ich. Die mir auf der Suche nach Antworten genauso helfen werden wie ich ihnen. Menschen und ihre Netzwerke, die in jeder erdenklichen Frage (Gesundheit, Beruf, Arbeit, Alter, Finanzen, Reisen, Politik, Technik und vieles mehr). Ich entdecke Menschen und Ideen, die mir vor dem Internetzeitalter entweder unbekannt waren oder versperrt. Das alles steht mir jetzt offen zur Verfügung: praktisch das ganze „Wissen der Welt“. Und zwar nicht nur als „Meer von Informationen“, in dem ich ertrinken könnte. Das Schöne ist: Das Internet ist strukturiert, und es ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs, der gegenseitigen Beratung und Unterstützung.

Ich finde im Netz praktisch jede Form der Gemeinschaft von Menschen, die sich zu jedem erdenklichen Thema treffen, austauschen und gegenseitig weiterbringen. Auf youtube und vimeo gibt es zu jedem Thema der Welt, der Wissenschaft, der Kunst, der Technik oder der Wirtschaft Millionen von Videos, die mir verständlich erklären, was ich bisher nicht verstehe: Mathe, Chemie, das Bauen einer Brücke, das Gründen einer Firma, das Fischen, das Anlegen eines Gartens mitten in der Stadt – was auch immer du suchst, was auch immer dich interessiert und weiterbringen kann: es ist offen und kostenlos im Netz – und einfach zu finden.

Von Immanuel Kant stammt die Einladung: „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Die Chancen dafür waren nie so groß wie jetzt.

Drei Tipps für nächste Schritte

Schau dir Anja C. Wagners legendäres Video an. Motto: „Konkreter geht’s nicht“. Für Leseratten gibt’s hier ein aktuelles Buch über Bildung 4.0 – und für digitale Immigranten gibt’s hier Lesefutter.

Viel Erfolg in Digitalien!

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Veröffentlicht von

Christoph Schmitt

collaboration coach & learning engineer. swiss based, exploring the planet(s) for better learning experience, in love with creative knowledge working www.bildungsdesign.ch -> enabling people & organizations to bring digital & analog learning together

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